Dienstag, 16. August 2016

Brasiliens Südküste

Florianopolis hat in Südamerika einen klingenden Namen. Es gilt als das Urlauberparadies schlechthin. Weite Sandstrände, Wellen für Surfer, warme Lagune, ein paar Berge zur Abkühlung. Die Folge: Vor allem der Nordteil der zum Stadtgebiet gehörigen Ilha de Santa Catarina ist mit Ferienhäusern, Villen, Hotelburgen und Appartmentblocks zugepflastert.
  
Ein Ausnahme bildet die Praia de Mocambique, ein Naturschutzgebiet. Vor der gewaltigen, sichelförmig geschwungenen Bucht mit feinem goldgelben Sand treffen die Wellenreiter auf die Kaperwale, die zwischen Juli und Oktober an der Küste entlangziehen.  Es ist auch ein Paradies für Reiter und Angler...
   
Eigentlich möchten wir an den Dünen für die Nacht bleiben. Leider kündigt der aufkommende Sturm einen Wetterumschwung an, es wird ungemütlich hier. So mieten wir uns in ein kleines Appartement im Norden ein, in den Wintermonaten Juli und August ist sowieso alles frei (aber auch vieles geschlossen...).
 
Sehr nett empfinden wir die Altstadt von Florianopolis, sodass wir gleich einen ganzen Tag dort bleiben und durch einen Hotel-Glückstreffer eine wunderbare Aussicht über die Stadt genießen können.
 
Die Hoffnung, die restlichen 1000km bis zur Grenze Uruguays immer am Strand entlang fahren zu können wird enttäuscht - auf schnurgeraden Straßen geht es zwischen den Feldern durch, Kilometer weit weg von der Küste. Entlang der Strände gibt es unzählige Feriensiedlungen und Hotelanlagen, alles hier scheint zersiedelt.  Mehrmals gelangen wir aber auf Stichstraßen an den Atlantik, teilweise durch Tiefsand und Sumpfgebiet, dann haben wir den Strand doch fast für uns...  Auch die Nächte an den Dünen, nur mit dem Rauschen der mächtigen Wellen, sind erholsam.
   
Als wir dann entscheiden, einige Zeit auf dem weiten Sandstrand südwärts zu fahren, erhebt der Wettergott Einspruch: Bei Regen und 10 Grad ist es am Beach halt nicht ganz so fein... Also weiter durchs Farmland, aber immerhin mit sehr schöner Abendstimmung!